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Hilfe, bin überfordert! Belastungsrehe?

13.06.2013, 20:02

Guten Abend zusammen.

Leider kommt jetzt ein langer Aufsatz auf euch zu:

Ich habe einen 18 jährigen Hafi-Isi-Mix, der mir seit einiger Zeit Sorgen bereitet.

Angefangen hats vor ca 6 Wochen mit ständigem Stolpern beim Ausreiten.
Pferde wurden angeweidet, aber statt zuzunehmen wie alle anderen Pferde, konnte man bei ihm die Rippen durchschimmern sehen. Entwurmt ist er regelmäßig. Oft kam er aus der Weide zurück u stellte sich zum dösen kurz aufm Paddock u ging dann wieder fressen, obwohl er sonst immer gierigste u dickste von allen ist. Mir fiel dann auf, das er zb beim angebunden sein, ständig von einem huf auf den anderen wechselte.. Etwa alle 20 sek wurden die belasteten beine wieder entlastet..

Da er vom Verhalten her auch irgendwie eigenartig war, habe ich die TÄ geholt.
Blutabnahme inkl cushing u ems-test. Beide Tests waren negativ, die BW okay bis auf leichten Mineralmangel. Dieser wurde dann mit Vivatol ausgeglichen.
Die Hufe waren lt TÄ etwas zu warm u zu schnell am pulsieren.. Aber akute Rehe hat sie ausgeschlossen.
Daufhin auf Anweisung der TÄ 10 Tage Paddock u nur Rauhfutter zzgl Mineralien.
Pony lief dann nach den 10 Tagen wieder normal, wurde leicht aufm Platz gearbeitet.
Nach Absprache mit dem TA durfte er dann wieder auf die Weide.
Seit etwa einer Woche belastet er die Hufe wieder kaum u wechselt wieder alle paar sekunden durch.
Gestern war die Ostheopatin da, sie meinte er wäre leicht durchtrittig da die Hufe etwas zu lang seien.
Heute war der Schmied da, Durchtrittigkeit hat er 100%ig ausgeschlossen.
Nur am rechten Vorderhuf waren Anzeichen einer Rehe.
Alle anderen Hufe sind okay..
Schmied geht jetzt davon aus, das Pony rechts ne Belastungsrehe hat. Heute war das re Bein leicht angelaufen, unter Kühlung wurde es rasch besser..
TA ist bis Ende des monats leider im Urlaub..

Ich weiss jetzt nicht, wie ich handeln soll..
Was muss ich jetzt alles beachten?
Fütterung ändern?
Weideverbot?
Boxenruhe?
Medikamente?

Für mich ist das alles bzgl Rehe Neuland und bin im Moment echt überfordert und hab Angst um meinen Dicken :-/

Re: Hilfe, bin überfordert! Belastungsrehe?

14.06.2013, 06:07

Hallo und ein Herzliches Willkommen bei uns.

Du merkst selbst dass es Rückschritte gibt, daruum bist Du hier.

Wenn Du Dich an die strenge Notfalldiät hälst kannst Du damit nur alles richtig machen. Diese Fütterung mit gewaschenem Heu entspricht einer artgerechten Pferdeernährung mit wenig Zucker.
Überlege einmal wo Dein Pferd herkommt. Ein Füllhorn aus fetten zuckerreichen Kuhgräsern ist da von Natur aus nicht vorgesehen.

Bitte stelle einmal die Blutwerte ein; leider beurteilen aufgrund der angegebenen Normwerte viele TAs das Ergebnis falsch.
Geh bitte einmal in das Hufrehe ABS und lies zum Glukose-Insulin Quotienten.
Da kann durchaus der Schlüssel liegen. EMS-Pferde müssen nicht zwingend dick sein....

Kannst Du und bitte aussagekräftige Bilder einstellen? Auch diese Anleitung findest Du im ABC.

Gibt es eventuell noch weitere Anzeichen in Richtung ECS? Leider sind die Testverfahren mit einem hohen Prozentsatz falsch negativer Ergebnisse behaftet zusätzlich zur häufigen falschen Handhabung der Blutprobe.

Eine Hufrehe kommt am häufigsten auf 2 und 4 Beinen vor; kann aber auch nur an 1 oder an 3en auftreten.
Eine Belastun gsrehe solltest Du eher ausschließen; die kommt in einem solchen Zusammenhang eher nicht vor wobei jetzt die 2. attacke selbstredend durch zu frühe Belastung des instabilen Hufes aufgetreten sein kann.

Fütterung ändern?

JA, strenge Notfalldiät; ev. zusätzlich stabilisierte Reiskleie
Weideverbot?

JA
Boxenruhe?

Unter Schmerzmitteln ja, ansonsten kleiner Paddock
Medikamente?

Das kommt auf die weiteren Umstände an; bei starken Schmerzen Metacam oder Finadyne in Absprache mit dem TA;
Kühlen mit Eiswürfelpacks
ev. Heparin, Ginngko,Aspirin

Aber bitte alles in Absprache mit dem TA!

Röntgenbilder!!!!!
BVei Lageveränderungen des Hufbeins- davon isdt auszugehen wenn man außen am Huf etwas sieht, ist der Huf instabil und muss erst wieder in Anbindung herunterwachsen.
Auch dazu sind Bilder hilfreich.

LG Eddi

Re: Hilfe, bin überfordert! Belastungsrehe?

14.06.2013, 09:13

Campina220687 hat geschrieben:Da er vom Verhalten her auch irgendwie eigenartig war, habe ich die TÄ geholt.
Blutabnahme inkl cushing u ems-test. Beide Tests waren negativ, die BW okay bis auf leichten Mineralmangel. Dieser wurde dann mit Vivatol ausgeglichen.
Die Hufe waren lt TÄ etwas zu warm u zu schnell am pulsieren.. Aber akute Rehe hat sie ausgeschlossen.
Daufhin auf Anweisung der TÄ 10 Tage Paddock u nur Rauhfutter zzgl Mineralien.
Pony lief dann nach den 10 Tagen wieder normal, wurde leicht aufm Platz gearbeitet.
Nach Absprache mit dem TA durfte er dann wieder auf die Weide.
Seit etwa einer Woche belastet er die Hufe wieder kaum u wechselt wieder alle paar sekunden durch.
Gestern war die Ostheopatin da, sie meinte er wäre leicht durchtrittig da die Hufe etwas zu lang seien.
Heute war der Schmied da, Durchtrittigkeit hat er 100%ig ausgeschlossen.
Nur am rechten Vorderhuf waren Anzeichen einer Rehe.
Alle anderen Hufe sind okay..
Schmied geht jetzt davon aus, das Pony rechts ne Belastungsrehe hat. Heute war das re Bein leicht angelaufen, unter Kühlung wurde es rasch besser..
TA ist bis Ende des monats leider im Urlaub..
? :-/

Hallo und ein herzliches Willkommen im Forum auch von mir :hallo:
Wenn beim ersten TA besuch die Fragestellung einer Hufrehe im Raum stand ist ein leichtes arbeiten im Roundpen nach 10 tägiger Boxenruhe definitiv zu früh. Der Haflinger gehört zu den IR-prädisponierten Rassen und wird entsprechend schnell bei zu reichhaltigem Futterangebot eine Hufrehe erleiden was auf Grund seines Körperbaus,weil er ein schweres Pferd ist, leider auch eher zusätzlich zur Rotation zur Hufbeinabsenkung führen kann.
Optisch ist leicht eine vermeintliche Durchtrittigkeit zu erkennen wenn z.B. die Zehe deutlich zu lang ist, von daher würden mich auch Huffotos interessieren.
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