30.10.2017, 18:03
30.10.2017, 20:50
30.10.2017, 21:11
30.10.2017, 23:23
31.10.2017, 13:17
klärchen hat geschrieben: Nun gibt es einen Backenzahn der besonders "wenig fest" ist. Bis vor vier Monaten war dies noch kein Problem. Sie frass unauffällig und zeigte keinerlei Veränderungen.
Sein Zitat: Wenn ich die aber nun wirklich ärgere und ihr echte Schmerzen bereite weil der Backenzahn akute Probleme macht kann ich dieses Pferd nicht im Stall behandeln. Dafür müsste sie in die Klinik. Sie ist aber eh nicht meine Lieblingspatientin...
Nun hat der Zahn begonnen Probleme zu machen. Sie kaut keine Wickel aber die Tasche zwischen den Zähnen stopft sich voll und der Zahn verkantet beim Kauen hörbar, es dauert dann immer eine Weile bis es wieder geht. Sie hat Tage ohne Probleme und eben Tage an denen es im wahrsten Sinne des Wortes "hakt".
Obwohl ich schon älteren Semesters bin kann ich mich gut an meine Kindheit und Wackelzähne erinnern die mich echt gequält haben wenn sie schief saßen weil sie lose waren.
Damit kann die arme Stute gar nicht kauen zumal es sich um einen Backenzahn handelt der die Aufgabe hat das Raufutter zu zermahlen.
Die Wahrscheinlichkeit das sie deswegen das Kauen vernachlässigt und durch zu wenige Kauschläge eine verminderte Speichelproduktion hat die die Magensäure puffert und dadurch Magen/ Darmprobleme oder in Folge auch mal Schlundverstopfungen bekommt ist m.E. sehr groß.
Kolik und Kotwasser sind als mögliche Folgent ja schon zu beklagen....![]()
Natürlich muß man Risiko/ Nutzen gegeneinander abwägen, aber nicht kauen und sich dadurch unzureichend ernähren können ist keine Option weshalb die Zahnsituation zwingend angegangen werden muß um keine weiteren Baustellen zu forcieren.
Wenn der Zahn sowieso so sehr wackelt dürfte es doch eigentlich auch leichter fallen ihn zu extrahieren oder nicht?
Die anderen Ta, die ich habe mit draufschauen lassen, sehen alle eher das Alter und sagen den Stress einer OP würden sie der Stute ersparen. Solange es geht Futter zufüttern und schauen wie lange es gut geht.![]()
Ich persönlich bin sowohl im Human als auch im Veterinärbereich der Auffassung das man den Tagen mehr Leben geben sollte als dem Leben mehr Tage.
Soll heißen:
Mit Schmerzen und dadurch entstehenden Dauerstress sinkt die Lebensqualität massiv.
Wenn sie also eine Sedation tatsächlich nicht mehr verkraftet (wobei die heute wirklich sehr genau dosiert werden können was weniger Gefahren birgt) und rüberschläft ist das so aber man hat es wenigstens versucht. Es nicht zu versuchen und sie wegen des Umstandes das eine OP ihren Organismus überstrapaziert unbehandelt zu lassen ist da für das Pferd bedeutend schlimmer. Abgesehen mutet man ihr jetzt auch eine Menge zu. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung....
Anfang des Jahres gab es ein Blutbild. Aber der Ta den die Besi hat hat auch für das Rehepony damals kein gutes EMs Profil hinbekommen.
Woran machst du die Aussage fest?
Da sind wir hier echt hinter dem Mond, leider. Das könnte man ja prima in der Klinik mitbestimmen , wenn ich sie da nur hinbekäme.
Manchmal hilft es einen erfahren Pferdemenschen (z.B. Horsemanship) das Verladen übernehmen zu lassen und selbst nicht direkt anwesend zu sein weil man eine innere Erwartungshaltung hat die das Pferd spürt und sich entsprechend verhält.
Ich hab das mit unserer Stute selbst mal nach einem Moorspaziergang erlebt wo sie ums verrecken nicht wieder in den Anhänger zur Heimreise steigen wollte.
Ein früherer Freund (seines Zeichen Pferdekutscher und Dentalpraktiker und mit Pferden aufgewachsen) den ich nach 2 Stunden telefonisch um Hilfe bat hatte Madame innerhalb von 6 Minuten nach seinem Erscheinen perfekt verschnürt und eingetütet im Anhänger. Und das ohne jegliche Gewalt oder Stress!!![]()
Woher kommst du denn, vielleicht magst du uns mal deinen Postleitzahlbereich nennen?
Eventuell hätten jemand von uns eine Dentalempfehlung für dich![]()
Heu geht meistens gut, keine Wickel. Gras auch. Wenn die Tasche voll ist wirft sie mit dem Kopf...
Schlabberfutter geht auch, aber wenn der Zahn da verkantet ist sie schon sehr gestresst. Trotzdem mega gierig beim Fressen.
Das hat seinen Grund dem man vielleicht auch mit einem EMS/ECS Profil auf die Schliche käme, z.B. wenn sie ein EMS/IR inne hätte das oft dieses "Nimmersattgefühl" zeigt.
Wenn ein Pferd Stress hat kann es diesen ausserdem durch kauen abbauen.
Also meine Sorge aktuell ist, das wir ihr mit dem Futter bezüglich Leber und Niere noch zusätzlich schaden weil das CapVerhältnis nicht stimmt.
Könnte man sie denn mal vorsorglich füttern wie ein ECS Pferd und schauen, dass Eiweiss und CAp nicht völlig aus dem Lot sind.
Wie ein ECS Pferd füttern?? Ein ECS erfordert, außer es besteht eine Cushinginduzierte IR kein besonderes Futtermanagement das sich von allgemeinen Empfehlungen zu Stärke und Zuckerarm abhebt.
Oder meinst du ein EMS Pferd![]()
Ich glaube da machst du dir zu viele Gedanken drum oder meinst du das die Rüschnis das CA/PH Verhältnis durcheinander würfeln würden?
In den meisten Mineralfuttern ist schon ein Ungleichgewicht davon enthalten weil Calcium gerne und reichlich als billiger Füllstoff fungiert.
Welches Mifu genau verwendet ihr von Eggersmann?
Warum erwähnst du Eiweiß so explizit, weil du meinst ein älteres Tier braucht viel davon? Vorausgesetzt dem ist und du erwähnst es deshalb so vergiss dabei bitte nicht das ein Zuviel oft schlimmer ist als ein Zuwenig weil dies z.B. Leber und Nieren sehr belastet.
Nur, um nichts zu verschlimmern. Wie steht es denn um die angegebene Ration![]()
Das kann man so ohne weiteres nicht beantworten, leider. Maßgeblich hierfür sind Blutwerte sowie der Futterzustand des Pferdes um Aussagen darüber treffen zu können was für deine Stute ein geeignetes Futterangebot wäre.
Rüschnis sind wegen der geringen Restzuckermenge von ca. 5 % durchaus geeignetes Zufutter, nicht zuletzt auch wegen seiner gesunden Pektine.
Heucobs hat Nimue schon geschrieben sind wegen unbekanntem Gesamtzucker und wiederholt beobachteter hoher Eisenwerte beim Pferd nicht unumstritten, sollten aber tatsächlich nur bei tatsächlichem Bedarf Einsatz finden (Zahnprobleme, wiederholte Schlundverstopfungen etc.)
Statt Öl das ein Pferd wegen der fehlenden Gallenblase nicht verstoffwechseln kann eignen sich besser Ölsaaten wie Sonnenblumenkerne oder Leinsaat/Leinkuchen die ein gesundes Zufutter darstellen, hochkalorischer ist da die erwähnte Reiskleie.
Ich muss das der Besi ja auch noch irgendwie schmackhaft machen.![]()
Ich kann einfach nicht glauben, dass das der Grund für ihr Ende werden muss....
Huf und Schulter sind auch nicht i.O. leichte Arthrosen hat sie auch aber sie ist echt ein feines Pferd. Geritten wurde sie seit 7 Jahren nicht mehr. Ich mache mit ihr Bodenarbeit etc.
Gut, wenn sie nicht mehr geritten wird aber regelmässig am Boden gearbeitet wird ist sie auch in Bewegung die angepasst, wie Nimue schon schrieb, das A und O bei Arthrosen ist![]()
Fotos bemühe ich mich morgen zu machen.
Vielen Dank.
31.10.2017, 13:35
02.11.2017, 10:07
02.11.2017, 11:42
02.11.2017, 11:48
02.11.2017, 12:20
02.11.2017, 12:43
klärchen hat geschrieben:Vielen Dank schon mal für eure Antworten.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto wahrscheinlicher scheint mir tatsächlich ein ECS...es passt irgendwie alles zusammen, lediglich körperlich ist sie kein typischer Kanditat.
Bis das ein ECS auch im äusseren Erscheinungsbild (z.B. Hirsutismus) auffällig wird dauert es mitunter recht lang weshalb man darauf nicht warten sollte um den Ernst der Lage zu erkennen.
Zur Frage nach dem "vergeigten Profil" beim Pony: Klassisches Rehepony, viele Schübe in der Vergangenheit unentdeckt. Vet kommt und guckt schon blöd bei der Frage nach dem Zentrifugieren. Das Ergebniss kommt, ist negativ.![]()
Besser wird es jedoch nur unter Heudiät gewaschen und 100% grasfreier Haltung, die die Besi konsequent durchzieht.
Zitat Vet 1.: Wenn der rehe hat fress ich nen Besen....du spritzt Kortison....Konsequenz war ein ganz armes stocklames Pony![]()
Zitat Vet 2: Nee, das muss man nicht mehr zentrifugieren. Das geht jetzt auch so.
Einem Rehelein oder evtl. Cushi Kortison zu spritzen ohne das Risiko gegen den Nutzen abzuwägen bei fehlender Diagnosestellung ist schon fahrlässig. Es sollte wirklich nur bei eindeutiger Diagnostik wo anderes versagt Anwendung finden.
Tatsächlich haben einige Labors bekannt gegeben das ACTH angeblich nun doch nicht mehr stabilisiert werden muß (was ich für Quatsch halte denn es hatte ja mal einen Grund das Trasylolröhrchen entdeckt wurden) , das ändert aber an den anderen zwingend einzuhaltendem Procedere wie z.B. dem zentrifugieren nichts.
Die Besi überlegt schon das Pony mit in die Klinik zu packen damit da auch noch mal sauber getestet werden kann, denn am liebsten wäre ihr wenn man diesen Test machen könnte ob und wieviel Gras das Pony vertragen könnte....aber vorher müsste ja mal klar werden ob er nicht doch Prascend bräuchte...aber das führt hier zu weit....
zumal jetzt ja auch die ganz falsche Jahreszeit wäre....
Ich fürchte hier bestehen noch immer Unsicherheiten in der Differenzierung vom EMS zum ECS![]()
Einen Funktionstest was den KH Stoffwechsel angeht (EMS) wie es der Glukosetoleranztest ist birgt bei einem Rehelein ein hohes Risiko einer Hufrehe weshalb ich persönlich davon Abstand nehmen würde.
Zudem kann man ein EMS und/ oder eine IR (Insulinresistenz) auch völlig gefahrlos und am heimatlichen Stall durch einmalige Blutentnahme erkennen wie sie das EMS Profil enthält: Insulin, Glukose, Triglyceride, Fruktosamin. Hierfür gibt es keine gute oder unpassende Jahreszeit.
Das ECS (Cushing) wurde früher ungern im Herbst getestet weil dort bei allen Pferden ACTH naturgemäß ansteigt. Heute hat man aber festgestellt das gerade diese Jahreszeit optimal zur ACTH Testung ist weil es bei Cushis ungleich höher ansteigt als bei gesunden Kollegen.
Der früher gerne gemachte Dexamethason Suppressionstest ist nicht zuletzt wegen seines Aufwandes mehrmaliger zeitlich vorgegebener Blutentnahmen und Verabreichung von Dexamethason (birgt bei Hufrehepatienten Hufrehegefahr!) durch ACTH abgelöst worden.
Zudem eignet sich der Dex.Test nur zur Diagnostik aber nicht wie ACTH zur Therapieüberprüfung unter Mediaktion (Prascend)
Allerdings ist beim Dex. Test der Zeitpunkt zu beachten:
Sicher aussagekräftig ist der Test nur von November bis Juli, weil in der übrigen Zeit auch gesunde Pferde evtl. nicht deutlich supprimieren und der Test damit falsch positiv wird. Sobald eine deutliche Suppression vorliegt ist der Test in jeder Jahreszeit aussagekräftig und es handelt sich um ein gesundes Pferd. QUELLE
Pony steht nicht mit auf der Wiese. Ist 100% Grasfrei und hat inzwischen rationiert Heu. Ist top fit.
Das ist schön und so sollte man auch beim jetzigen Management bleiben weil es sich bewährt hat![]()
Die Vets hier aus der Gegend und die Trainer die ich und die Besi schon hier hatten sind schon echt der Knaller....
Kein Witz. Ich könnte krasse Geschichten erzählen, von lahmenden Pferden nach ersten Übungseinheiten und psychisch sehr aufälligen Menschen (arbeite in der Psychiatrie)
Der letzte Trainer riet mir davon ab, der Stute überhaupt Hängertraining "anzutun".
Ich sollte sie einfach reiten (trotz Stress, Schmerzen, Huf und SChulterproblematik....)
Dann hast du leider bisher in die Schiete gegriffen, aber glaube es... es gibt gute Leute....beide arbeiten Überregional:
Dental: http://www.pferdezahnpflege-nord.de/
Physio: http://fit-mit-kopf.de/osteopathie-für-pferde-u-hunde/
Was ich mich frage:
Aktuell ist sie sehr dominant, unentspannt. schlurfig und langsam. In der Arbeit dennoch sehr fein.Beim Verladen sehr explosiv.
Wie ist eure Erfahrung mit Cushing Pferden, die dann gut therapiert werden...was verändert sich. Finden die dann wieder innere Ruhe?
Der Knackpunkt wird die Zeit sein. Entweder wir bekommen das Pferd in die Klinik um die Zähne schnell machen zu lassen oder die Kompensationsfähigkeit ihres Körpers ist irgendwann ausgereizt....
Das kann, weil jeder Organismus Läuse und Flöhe gleichzeitig haben kann, mit einem ECS aber leider auch mit vielen anderen Dingen zusammenhängen weshalb hier eine umfassende Diagnostik betrieben werden muß damit an Fronten "das Jucken" aufhört.
Gerade bei Stuten muß auch immer an hormonelle Geschehen wie Granulosa Zelltumor oder Zysten gedacht werden wenn sie Phasen haben in denen sie sich besonders dominant oder eben Stutenbissig zeigen.
Tatsache ist aber das mit angepasster Dosis therapierte Cushis zu ihrer früheren Leistungsfähigkeit zurückkehren und auch viele klinische Auffälligkeiten die oft dem Alter zugeschrieben wurden sich relativieren. Sie wirken fast wie verjüngt und nehmen vermehrt am Geschehen um sie herum teil.
Die Besi ist ja auch total bemüht, aber auch ganz schön eingespannt. Hatte die Kattwinkel wohl sogar schon hier.
Noch einen Trainer? Ja, vielleicht. Ich hatte aber auch schon mal an einen professionellen Transporteur gedacht. Vielleicht würde das helfen die Startboxenproblematik zu umgehen, die der Hänger auszulösen scheint.
Eine Userin aus dem Forum erging es genauso wie dir, ihr Pferd wollte nicht verladen werden und verweigerte das Einsteigen um in Ausbildung gegeben zu werden.
Ein prof. Pferdespediteur hatte damit kein Problem und auch das Pferdchen ist tiefenentspannt gefahren und angekommen.
Vielleicht ist dieser in deiner Nähe:
http://www.przikling.de/
Hier mal das BB 2015 und 2017
Das deutet für mich auf einen Leberschaden hin, aber für Blut ist schnulli hier die absolute Expertin und sie wird sich sicher noch dazu äußern.
Ich hoffe die Anhänge funktionieren.
Zur Fütterung: Also keine Cobs, nur Rüschnis und die Hefe gleicht das CAp Verhälntnis dann aus? Dazu Allergo Vital.
Und wenn sie abnehmen sollte dann Reiskleie. Wie ist denn da der CAp?
Ja. Das Verhältnis kann ich dir nicht sagen aber Reiskleie ist z.B. sehr Phosphorreich und hat ca. 14% Rohprotein.
Rüschnis- Speedibeet haben z.B. Kalzium,0,7 %,Phosphor 0,1 %, und Rohprotein von 10%
Nach dem Eiweiss hatte ich gefragt weil der Masterhorse Rationsplaner ein Zuviel an Eiweiss ausgespukt hatte und ich denke, dass das für alte Pferde wegen der Nieren totaler Mist ist. Aber das Heu ist eh nicht lufagetestet.
Haben denn die Rüschnis das höhere Eiweiss oder die Cobs?
Bei Cobs je nachdem welche um die 8-10% Rohprotein.
Vielen Dank schon mal für eure echt hilfreichen Antworten!
02.11.2017, 15:30
klärchen hat geschrieben:
Beim Bewegen bin ich eh sehr vorsichtig und sehr beim Pferd.
02.11.2017, 18:43
03.11.2017, 07:52
03.11.2017, 10:49
Hosted by iphpbb3.com
Impressum | Datenschutz